Kirche Ziegra
Die Kirche ähnelt eher einer Kapelle und gehört mit zu den kleinsten Sachsens. Es ist eine rechteckige im sächsischen Barock errichtete Zentralkirche mit einem zentrierten Dachturm als Bekrönung. Bekannt ist nicht, seit wann es eine Kirche an dieser Stelle gibt. Die Kirche Ziegra gehörte von 1346 bis 1539 mit zum Erzpriestertum Döbeln. Die Kirche und der Ort sind eng mit dem Rittergut in Ziegra verbunden und dadurch geprägt worden. Die alte Kirche wurde 1769 abgerissen und 1770 die jetzige eingeweiht. 1885 erfolgte eine Renovierung. 1926 schuf der Professor und Kunstmaler Paul Rößler eine künstlerisch hochstehende Ausmalung in expressiver Farbigkeit durch Linien, Ornamenten und Friesen in kräftigen Farben. Das eigenwillige Design passte nicht zum barocken Gefüge der kleinen Kirche und wurde 1982 übertüncht. In den letzten Jahren, seit 2011, wurde durch die musikalischen Sternstunden Geld für verschiedene Bauvorhaben gesammelt. So konnte die Sanierung der Orgel mitfinanziert und der Deckenleuchter angefertigt werden.
Die Kirche ist die mit 270 m ü.NN. die am höchsten gelegene in den Schwesterkirchgemeinden.
Die Kirchgemeinde gehörte nach der Reformation von 1540 bis 1833 zur Oschatzer Superintendentur, danach bis 1835 zur Suptur Waldheim. Seit 1835 gehörte sie zur Superintendentur Döbeln und ab 1842 zur Superintendentur Leisnig.
Der Ort Ziegra bildete allein eine eigene Kirchgemeinde mit Pfarrer. Im Jahr 1840 gab es 288 Einwohner im Ort. Von 1927 bis 1999 war sie Filialkirche von Technitz und von 1999 bis 2023 war sie Teil der Kirchgemeinde Technitz-Ziegra. Seit 2024 gehört sie zur Ev.-Luth. Trinitatis-Kirchgemeinde Döbelner Region.

