Evangelisch-Lutherische
Trinitatis-Kirchgemeinde
Döbelner Region
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Das Logo fasst zusammen, was wir als Kirchgemeinde wollen: Miteinander wachsen, leben, handeln. Als christliche Gemeinde versammeln wir uns unter dem Kreuz. Mit dem Blick zum Kreuz und unter der rettenden Botschaft des Kreuzes wollen wir Glauben und Leben gestalten. Die leuchtende gelbe Figur stellt zudem Christus dar. Er ist unsere Mitte. Die vier weiteren Figuren in dunkelgelb, rot, grün und blau stehen für die vier Bereiche Beicha-Mochau, Döbeln, Jahnatal und Technitz-Ziegra.
Unser Name kurz erklärt
Wir sind „evangelisch-lutherisch“. Das ist unser evangelisches Profil und zeigt sich zum Beispiel in unserer Gottesdienstordnung. Wir nennen uns „Trinitatis“, weil bei allen Unterschieden und Besonderheiten uns der Glaube an den dreieinigen Gott vereint. In seinem Namen feiern wir Gottesdienst. Unter seinem Segen gestalten wir Kirche und Gemeinde. Unter ihm wollen wir eins sein. Wir leben und wirken in der „Döbelner Region“. Unser Gemeindegebiet ist groß. Dörfer und Stadt sind verbunden zu einer Gemeinde. Jeder Ort und jeder Kirchturm haben ihre Wichtigkeit und ihren Platz in unserer Gemeinde.

Kirche Zschochau

Der Ort Zschochau wurde in älteren Urkunden „Schach=owe“ und später „Zschocha“ genannt. Den Ursprung verdankt das Dorf den Dalemiziern, welche hier im 5. und 6. Jahrhundert siedelten. Die Daleminzier wurden im 10. Jahrhundert von König Heinrich I. besiegt und dann christianisiert. Die Ortschaft wurde zur Burgwarte Dreben bei Staucha geschlagen. Zschochau kam dann später unter das Burggrafthum Meißen.

Wahrscheinlich erbaute Rudegerus de Schachowe, der „Rittergutsbesitzer“ (1261 bis 1286) die erste Kirche (Kapelle) auf der Erhöhung, dem Kirchberg, die eine Filiale von Staucha war. Bei der Reformation 1539 entstand eine eigene Kirchgemeinde mit den Ortschaften Lützschnitz und Beutig. Die Kirche wurde 1702/1703 um die Hälfte vergrößert. Die Kirche fiel dann am 8. Juni 1865 der großen Brandkatastrophe zum Opfer. Der Neubau begann 1866 und die Einweihung erfolgte am 10. November 1867. Der Baumeister Grellmann aus Mügeln, der zuvor die Kirchen in Mochau und Technitz errichtet hatte führte den Bau aus und griff hier, im Gegensatz zu Mochau und Technitz, auf historisierende Element zurück. Die Kirche bekam drei neue, von der Gießerei J.G. Groß in Dresden hergestellte, Glocken. Die Orgel baute Orgelbaumeister Striegler aus Leisnig, welche 1894 der Orgelbaumeister Keller in Ostrau völlig neu überarbeitete. Das Altarbild „Christus am Ölberg im Garten Gethsemane“ wurde von Professor Ludwig Nieper, dem Direktor der Kunstakademie in Leipzig, geschaffen und aus Mitteln des sächsischen Kunstfonds finanziert. Die Bleiglasfenster lieferte 1906 der Glasermeister Richard Schlein aus Zittau.

Der Ort Zschochau hatte 1880 noch 593 Einwohner und das ganze Kirchspiel zusammen 662 Einwohner. Im Jahr 1900 betrug die Einwohnerzahl in Zschochau nur noch 441, in Beutig noch 19 und in Lützschnitz gab es 41 Einwohner. Heute hat Zschochau 174 Einwohner.

Das Pfarramt und Schulamt kamen nach der Reformation 1539 unter die Inspektion Oschatz und wurde von 1835 bis 1842 zu der neu begründeten Ephorie Döbeln geschlagen. Von 1842 bis 1878 gehörte es wieder zu Oschatz und danach zur Ephorie Meißen und seit 1930 zur Ephorie Leisnig.

Die Ev.-Luth. Kirchgemeinde Zschochau war bis 1929 eigenständig und von 1929 bis 1930 Filialkirche von Neckanitz und von 1930 bis 1999 Filialkirche von Ostrau. Seit 1999 bildet sie zusammen mit Jahna, Ostrau  und Zschaitz die Kirchgemeinde Jahnatal. 2019 kam der Ort Hof noch zur Kirchgemeinde Jahnatal und diese bildete zusammen mit den Kirchgemeinden Beicha-Mochau, Döbeln und Technitz-Ziegra bis 2023 ein Schwesternkirchverhältnis. Seit 2024 gehört sie zur Ev.-Luth. Trinitatis-Kirchgemeinde Döbelner Region.

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